Zum Hauptinhalt springen

Ibrahim Mahama

Geboren in 1987, Tamale

Ibrahim Mahama © Christian Cassiel / Barbican Centre

Der 1987 in Tamale (Ghana) geborene Ibrahim Mahama schafft Werke aus gesammelten Materialien, Archivbeständen und Fragmenten des ghanaischen Industrieerbes. Jute – ein für sein Schaffen charakteristisches Material – entfaltet sich als szenografisches Element der Ausstellung. Seine textilen Arbeiten entstehen aus Säcken, die ursprünglich für den Transport von Kakao und Kohle dienten und nach ihrem Gebrauch gesammelt wurden; sie bewahren die Spuren manueller Arbeit und internationaler Wirtschaftsströme.

Während seiner Ausbildung an der Kwame Nkrumah University of Science and Technology (KNUST) in Kumasi (Ghana) – einem bedeutenden künstlerischen und intellektuellen Zentrum Westafrikas, an dem auch mehrere der in dieser Ausstellung vertretenen Künstler studierten – entwickelte Ibrahim Mahama seine unverwechselbare Praxis des Sammelns und Zusammenfügens von Rohmaterialien. Daraus entstehen monumentale Installationen, die den öffentlichen Raum einnehmen und das Gedächtnis seines Landes thematisieren.

Sein Werk setzt sich mit dem Vermächtnis des ersten Präsidenten Ghanas, Kwame Nkrumah, und den Ambitionen der Zeit nach der Unabhängigkeit (1957–1966) auseinander. Sechzig Jahre nach dem Staatsstreich vom 24. Februar 1966, der einen Teil dieser Aufbruchsstimmung zunichtemachte, greift Ibrahim Mahama Erzählungen, Ruinen und Infrastrukturen wieder auf, um unerfüllte Versprechen zu hinterfragen und daraus neue Formen entstehen zu lassen. In diesem Sinne gründete er in Tamale, einer ländlichen Region im Norden des Landes, das Savannah Centre for Contemporary Art (2019), Red Clay (2020) und Nkrumah Voli-ni (2022) – drei Kunstzentren, die dem künstlerischen Schaffen, der Bewahrung des kulturellen Erbes und der Vermittlung an jüngere Generationen gewidmet sind.

Ibrahim Mahama C1a FR

Ibrahim Mahama

Le Temps des récoltes

Découvrez les œuvres et la démarche collective de l’artiste ghanéen Ibrahim Mahama et de neuf artistes invités, dans le catalogue de l’exposition Le Temps des récoltes présentée à la Fondation Cartier pour l’art contemporain.

Version française

Kaufen