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Feda Wardak

Geboren in 1991, Peschawar, Pakistan

Feda Wardak (c) OBL STUDIOS

Der 1991 in Peschawar (Pakistan) geborene französisch-afghanische Künstler und Architekt Feda Wardak untersucht in seiner Arbeit die Auswirkungen von Extraktivismus und imperialistischem Erbe auf bewohnte Räume. Seit 2012 befasst er sich mit den Folgen bewaffneter Konflikte für die traditionellen Wassermanagementsysteme im ländlichen Distrikt Jaghatu im Osten Afghanistans. Geprägt durch jahrzehntelange Kriege – von der sowjetischen Invasion zwischen 1979 und 1989 über die Interventionen der NATO und der USA nach 2001 bis hin zur Rückkehr der Taliban im Jahr 2021 – wurden die Wasserinfrastrukturen und die Weitergabe von Wissen zur Bewässerung tiefgreifend verändert.

In diesen Gebieten, in denen das Wasser sowohl die Zeit der Aussaat als auch die soziale Organisation bestimmt, initiiert Feda Wardak die gemeinschaftliche Instandsetzung von Karez – jahrtausendealten unterirdischen Bewässerungssystemen, die durch US-Drohnenangriffe beschädigt wurden.


Dieses Engagement mündet in künstlerische Arbeiten, die Teil der 2024 begonnenen Serie Chercheurs d’eau (Wassersucher) sind. Angesichts der US-amerikanischen Luftüberwachung und der Spuren der im 20. Jahrhundert erlittenen Gewalt zeugt Feda Wardaks Arbeit von einer anderen Zeitlichkeit: jener des Untergrunds, in dem sich der bäuerliche Widerstand formiert, indem er diese Wasserwege instand setzt.
Wie Ibrahim Mahama – dem er unter anderem auf der Architekturbiennale von Chicago (2023) und der Kunstbiennale von Lagos (2024) begegnete – begreift Feda Wardak Architektur als ein zugleich politisches und kollektives Werkzeug. Er nutzt dabei visuelle, choreografische, filmische oder klangliche Ausdrucksformen, die Prozesse der Reparatur, der Bewahrung und der Erinnerungsarbeit anstoßen.