Cercle d’Art des Travailleurs de Plantation Congolaise (CATPC)
Geboren in 2014, Lusanga
Lebt und arbeitet in Lusanga
Der 2014 in Lusanga in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) auf Initiative des Umweltaktivisten René Ngongo und mit Unterstützung des niederländischen Künstlers Renzo Martens gegründete „Cercle d’Art des Travailleurs de Plantation Congolaise“ (CATPC) ist eine Kooperative sowie ein Kollektiv aus Künstlern und Landarbeitern, die auf Ölpalmen- und Kakaoplantagen tätig sind. Das 23 Mitglieder umfassende Kollektiv schafft Werke – Skulpturen, Stickereien, Videos – aus lokalen Materialien wie Ton, Kakao oder Palmöl; Erzeugnisse, die untrennbar mit der landwirtschaftlichen und kolonialen Geschichte der Region verbunden sind. Der Verkauf dieser Werke ermöglicht die schrittweise Rückerwerbung von landwirtschaftlichen Flächen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von der Firma Lever Brothers (ab 1929 Unilever) beschlagnahmt worden waren, um dort die Plantagen der „Huileries du Congo belge“ anzulegen.
Das CATPC hat inzwischen 400 Hektar Land erworben, um dort eine inklusive „Post-Plantage“ zu entwickeln: Das im Besitz der Arbeiter befindliche Land wurde in einen „heiligen Wald“ umgewandelt, der auf regenerativer Landwirtschaft basiert und deren Ernährungssicherheit gewährleisten soll. Im Jahr 2022 gründete das CATPC gemeinsam mit Ibrahim Mahama die Schule Luyalu in Lusanga (DR Kongo) und setzt sich damit durch Bildung für die Dekolonisierung der Plantage ein. Die Initiative umfasst zudem die Forderung nach Rückgabe historischer Kunstwerke, die von früheren Generationen vor Ort geschaffen und ihrem ursprünglichen Kontext entrissen wurden.